Mittwoch, 29. April 2015

Der große Tag

Am Vorabend haben wir voller Vorfreude eine Kontrollrunde auf unserem Grundstück gedreht.
Das Baugerüst war bereits aufgestellt worden, so dass wir uns einen ersten Eindruck verschaffen konnten, wie hoch unser Eigenheim tatsächlich wird.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir den Strom-, sowie die Internet- und Wasserleitung über einen Mehrspartenanschluss in den Keller verlegen lassen. Der nötige Bauwasseranschluss fehlte allerdings noch. Glücklicherweise haben unsere freundlichen Nachbarn uns erlaubt, die notwendigen 50 l Wasser bei Ihnen zu holen. Leider stellten wir zu dieser späten Uhrzeit fest, dass alle Türen verriegelt und unsere “Wasserquelle“ die zum Anrühren des Mörtels um sechs Uhr benötigt wurde, gerade versiegt war :-(
Acht Stunden vor Hausstellungstermin beschäftigten wir uns gezwungenermaßen mit der Frage, wie wir nun 50l Wasser bereitstellen konnten! Natürlich hat man in einem solchen Fall alle Pfandflaschen vor kurzem entsorgt und nun unzählige kleine Regenauffangbehälter aufzustellen -wenn man sich mal Regen wünscht, regnet es ja nicht- machte auch keinen Sinn.
In aller Eile und kurz vor Ladenschluss hat Torsten zahlreiche Kanister mit sterilisiertem Wasser erworben. Somit war das Problem gelöst. Erschöpft und mit großer Neugier, was der morgige Tag so bringen werde, sind wir dann in einen wohlverdienten Schlaf gefallen.
In aller Früh ging es dann los. Das wir nicht zum Grundstück gerannt sind, ist noch fast alles, aber man möchte an einem so ereignisreichen Tag auf keinen Fall etwas verpassen. Zudem mich die Geschichte meiner Schwiegervaters, dass er einen Fall kenne, bei dem die Bauherren mittags feststellen mussten, dass man ihr Haus falsch herum platziert hatte, nun doch beunruhigte :-))).
Der Bautrupp mit den Monteuren aus Sachsen-Anhalt und der Kran aus Österreich war pünktlich angekommen, außerdem standen zwei vollgepackte LKWs zum Abladen bereit.




Um 6.30 Uhr hing die erste Wand am Kran. Das ist wirklich ein bewegender Moment wenn das eigene Haus nach und nach Form annimmt. Der Aufbau des Erdgeschosses ging zügig über die Bühne. Bereits um 9 Uhr standen alle Außenwände der ersten Etage. Als “Schlusswand“ des Erdgeschosses wurde die über ein durchgehendes Fenster über zwei Etagen reichende Treppenhauswand montiert. Ein schwieriges Unterfangen für die Aufbaumannschaft. Aber die Wand passte und lief problemlos in die beidseitige Nut. 
Die Monteure haben super gearbeitet und die Firma in Siegen hat perfekt passende Hausteile gebaut. Die Bautoleranz wird hier später bei 1 mm liegen. Die Montage der Außenwände war relativ schnell erledigt. Der Ausbau mit den Zwischenwänden und den darauf folgenden Decke ging langsam voran. Kleine Teile und viel Sorgfalt waren hier für den Einbau erforderlich. In dieser Zeit sind wenig Bilder entstanden, da wir die Baustelle verlassen haben um uns um das Mittagessen für den fleißigen Bautrupp gekümmert haben. Um 12 Uhr wurde die Decke auf den ersten Stock montiert.




Im Laufe des Tages wird das “Bauwetter“ immer besser. Die Temperaturen steigen und es herrscht ein wunderschöner Frühlingstag. Blauer Himmel, nahezu windstill, fast 20 Grad warm und strahlender Sonnenschein. Bei der zweiten Etage wurde die Logistik schwieriger, es musste umgepackt werden. In der Straße waren jetzt viele Handwerker an verschiedenen Bauwerken beschäftigt. Aber die Handwerker der verschiedenen Baustellen haben sich problemlos geeinigt und mit den verschiedensten Kränen die Hebearbeiten und Logistikschwierigkeiten bewältigt.
Bei der Montage der zweiten Stockwerkes entstehen diese „Himmelblicke“. Hervorgerufen durch den Blick nach oben, da noch keine Leiter in die zweite Etage führte. Später konnten wir dann über das Baugerüst höher klettern, dass uns sehr wacklig erschien. Inzwischen haben wir uns daran gewöhnt :-). Am späten Nachmittag waren alle Wände montiert und mit dem letzten Sonnenstrahlen wurde abends die Decke des zweiten Geschosses geschlossen.
Wir und unsere lieben Verwandten haben einen sehr beeindruckenden ersten Aufbautag erlebt. Den ganzen Tag waren wir an der frischen Luft, haben das Vesper besorgt, Fotos geschossen, einfach zugeschaut, gebangt ob alles passt, mit den neuen Nachbarn geplaudert und den Montagetrupp vermutlich immer mal wieder gestört. Die starken Männer waren aber sehr entspannt und als der Tag sich dem Ende neigt, steht das Haus bis zur Dachkante. Erleichtert haben wir abends auf unser Haus angestoßen :-) .

Dienstag, 31. März 2015

Keller Part 2 oder Wasser marsch...

Nachdem der Keller mit einer dicken Perimeterdämmung versehen wurde und sich somit viel imposanter präsentierte :-), warten wir darauf, dass in den nächsten Tagen die Elektrik, der Strom und der Glasfaseranschluss in den Keller gelegt wird.
Auch ließ sich unsere Tiefbauer (vielen Dank nochmal dafür!) erweichen, den Arbeitsraum erst später zu befüllen, da zu diesem Zeitpunkt noch keine Garagenfundamente verankert worden waren.

Glücklicherweise hat einer der örtlichen Garagenhersteller sofort angeboten, die Garagenfundamente bereits zwei Tage später im Erdreich zu verankern. Wir haben uns riesig darüber gefreut! :-) 

In den nächsten Tagen öffnete der Himmel seine Schleuse und es regnete in Strömen.
Das Wasser von den höher gelegenen und bisher unbebauten Grundstücken ergoss und staute sich sich im tiefsten Punkt...unserer Baugrube.

Eine zweite, vom Tiefbauer schnell installierte Wasserpumpe konnte verhindern, dass Wasser in den Keller eindrang. Von oben lief allerdings doch eine Menge davon rein. Und so eine weiße Wanne ist wie ein Pool. Einmal geflutet, stand das Wasser wochenlang drin. Von einigen Tagen hat Herr Mossmann der Firma Glatthaar alles ausgesaugt und jetzt geht es mit der Trocknung rasch voran.
Alles im allem sind wir mit unserem Keller und der Ablauf und dem Leuten der Firma Glatthaar sehr zufrieden! Vielen Dank! Wir können wirklich eine Weiterempfehlung aussprechen.


Jetzt kann unser Haus kommen...wir freuen uns schon sehr :-)))

Sonntag, 1. März 2015

Der Keller

Auch die Jungs der Firma Glatthaar waren am darauffolgenden Tag früh morgens auf der Baustelle um die Kellerbodenplatte vor dem angekündigten Schneeregen betonieren zu können. Ich wurde gleich freundlich begrüßt und in das Tagesgeschehen eingeweiht.
Zunächst wurden zahlreiche Stahlmatten kreuz und quer verlegt, ich konnte teilweise nur schwer zuschauen, wie die drei fleißigen Arbeiter über die Stahlmatten stolzierten, ich hingegen hätte mit sicherlich beide Beine gebrochen, wenn ich nur langsam darauf herumgelaufen wäre. Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Zu guter Letzt wurde die Kellerbodenplatte mit Beton ausgegossen und mit einem Rüttler verdichtet. 


Aus Sicherheitsgründen wurde im Arbeitsraum um die Kellerbodenplatte eine Wasserpumpe installiert, die in den darauffolgenden Tagen aufgrund der starken Niederschläge und der Schneeschmelze gefühlte hundert Liter Wasser pro Minute aus der Grube pumpte.
Soviel zum Thema warum wir eine „weiße Wanne“ benötigen und einem Naturpool im Garten später nichts mehr im Wege steht.

In der darauffolgenden Woche hingen bereits die ersten Kellerwände an einem wunderschönen roten Kran. Es war äußerst amüsant zuzusehen, wie die einzelnen Kellerfragmente Stück für Stück aneinandergesetzt wurden. Am Ende sah die Grundfläche sehr klein aus (meine Befürchtung: das wird ein Puppenhaus! ). Torsten hat mich aber beruhigt, dass alles was wir bisher besitzen auch in unser neuer Haus passen wird.
Das rege Treiben der Betonmischer macht eine Baustelle noch interessanter als es ohnehin schon ist, irgendwann werde ich mir Papas Angelklappstuhl ausleihen um das ganze Baugeschehen etwas komfortabler beobachten zu können. Es wäre ein Traum, wenn dann noch - wie im Kino- der Eismann vorbeikommen würde. Mal sehen was ich in den nächsten Wochen noch alles arrangieren werde :-)))
Die Perimeterdämmung ist inzwischen auch angebracht und wir hoffen, dass wir den Heizlüfter, der im Inneren des Kellers auf Hochtouren läuft, bald abschalten können. 

Nach mehreren Rückfragen haben wir nun auch endlich den Bauzeitenplan von der Firma Büdenbender erhalten. Wenn alles klappt, werden wir Ende Juni umziehen können. Jipiiii!!!! Das ist für uns jetzt gedanklich noch ganz weit weg, aber die Zeit wird in den nächsten Monaten für uns noch schneller vorbeigehen als gewöhnlich.
Leider hat die Firma Büdenbender unsere Luft-Wasser-Wärmepumpe und den Strom beim falschen Anbieter beantragt! Das ist mir unverständlich und wieder einmal ärgerlich, zumal wir den richtigen Stromlieferanten im Protokoll abgegeben hatten. Erneut ein Minuspunkt für Büdenbender!
Wir hoffen inständig, dass bei der Hausmontage alles reibungslos klappt!

Es geht los :-)

Nachdem für die nächsten drei Tage annehmbares Bauwetter prophezeit wurde, entschied unser Tiefbauer mit dem Aushub zu beginnen. Voller Vorfreude spazierte ich morgens auf unser Grundstück und stellte fest, dass der nette Herr schon fleißig am Arbeiten war, wobei der Bagger anfänglich als Schneeräumer fungierte :-)
Anschließend wurden die Begrenzungspfosten nochmals vermessen, neue Pflöcke für den Arbeitsraum in den Boden gerammt und Markierungslinien gestreut.
Unvorstellbar welche Freunde entstehen kann, wenn der Bagger ein immer tiefer werdendes Loch gräbt und der Erdhügel im Garten an Größe gewinnt :-).
Gegen Ende wurde die Kellergrube auf die entsprechende Höhe mit einer Kiesschicht verfüllt.
Am nächsten Tag hatte sich schon die Firma Glatthaar für das Betonieren der Kellerbodenplatte angekündigt. Ein großes Lob geht hier an unseren Tiefbauer und die Firma Glatthaar, die alle Termine pünktlich eingehalten und sehr gut koordiniert haben!

Dienstag, 24. Februar 2015

Winter is coming...




Auch wenn viele beim Stichwort “Bodensee“ an blau-grün schillerndes Wasser mit darauf tänzelnden Segelbooten denken, präsentierte sich der Februar dieses Jahr von seiner winterlichen Seite. Nicht nur dass sich die Temperaturen weit unter der Null Grad Marke einpendelte, es schneite auch relativ häufig und wir hatten regelmäßig unter einem hartnäckigen Hochnebel zu leiden. Dies führte zwangsläufig dazu, dass wir unseren Zeitplan bezüglich Erdarbeiten und Kellerbau nicht einhalten konnten und auch der Hausmontagetermin drei Wochen nach hinten rückte. Das ist einfach höhere Gewalt, aber wir hoffen inständig, dass bald der Startschuss für den Frühling fällt.

Sonntag, 25. Januar 2015

Die ersten Begrenzungspflöcke stehen...

...auf unserem winterlich anmutendem Grundstück.

Außerdem haben wir einen Tiefbauer gewählt. Schwer ist uns zu Entscheidung nicht gefallen, zumal wir nur zwei Kostenvoranschläge vorliegen hatten und der andere Bewerber eine Vielzahl von anfallenden Arbeiten nicht inkludiert hatte.
Auf böse finanzielle Mehrbelastungen muss man sich zwar immer einstellen, aber wenn man im Voraus vorsorgt, wird der daraus resultierende Ärger -hoffentlich- minimiert. Was uns aber Sorgen macht, ist dass sich bislang keine der angeschriebenen Firmen Interesse an dem Bau unserer Doppelgarage zeigt. Sonst könnten wir mit dem Tief- und Kellerbauer abklären, wie viele Fundamente zur Stabilisierung im Erdreich verankert werden müssen! In zwei Wochen haben wir nochmals ein Baustellengespräch mit unserem Architekten und unserer neuen Bauleiterin, bis dahin müssen die Würfel definitiv gefallen sein.

Sonntag, 11. Januar 2015

Time is ticking...

...vertretend hierfür das Bild unserer Traumuhr, die wir uns aber erst zulegen werden, wenn folgende Umstände eintreten:

1.) ein Ölscheich oder Millionär, der begeistert unseren Blog liest, schenkt uns die Designuhr zum Einzug oder
2.) der Hersteller erkennt, welches unglaubliche Potential dieses Bautagebuch auf zukünftige Bauherren hat und vermacht uns diese als Werbegeschenk oder
3.) wir schauen, ob wir nach dem Bauen noch Geld zur freien Verfügung haben.

Letzteres gilt es abzuwarten, da die Höhe der Baunebenkosten und der Doppelgarage nur wage feststeht. Falls Fall 1 oder 2 Interesse daran bekunden würde, dürfen Sie sich liebend gerne per Mail bei uns melden :-). Der Stromanschluss in passender Höhe ist bereits eingeplant.

Die Überschrift habe ich gewählt, da nun feststeht, wann unser Bauvorhaben nun startet:
- 7. und 8. KW: Kellerbau
- 10. KW: Hauserrichtung

Für die Durchführung spielt das Wetter eine entscheidende Rolle.
Wünschenswert wäre frostfreies, trockenes und windstilles Wetter für diesen Zeitraum.
Wenn man allerdings bedenkt, dass gestern die Außentemperatur auf frühlingshafte 18 Grad kletterte und heute ein reges Schneetreiben herrscht, birgt das Wetter ein nicht zu unterschätzendes Risiko.

Gestern haben wir uns akribisch durch die Ausführungspläne gearbeitet. Es ist durchaus interessant zu sehen aus wie vielen konstruktionsbedingten Schichten das Vordach und der Balkon besteht, wir sind erleichtert, dass wir nur noch für den Belag zuständig sind.
Bei den Ausführungsplänen ergab sich nur noch eine Änderung. 


Die “Schamwand“ neben unserer Toilette musste aus Platzgründen entfernt werden. Wir empfanden 72 cm Breite zwischen den beiden Wänden rechts und links der Toilette als etwas beengt, zumal man im Laufe der Zeit ja eher dicker als dünner wird. Ein sehr vorausschauender Aspekt, wie ich finde :-).
Der einzige Fehler, der in der Ausführungsplanung auftauchte, war dass unser druckwasserdichter Keller (weiße Wanne) mit einem gewöhnlichen vertauscht wurde. Zur Berichtigung müssen noch zusätzliche 4 cm in der Kellerwand eingeplant werden.
Auch der Baustellentermin steht nun fest, zuvor muss unser Vermesser allerdings noch den Grundriss abstecken.

Auch die Weihnachtsgeschenke fielen dieses Jahr themenbezogen aus: ein Lasermessgerät, eine Laserwasserwaage, Toilettenpapierhalter, neue Badeaccessoires und vieles mehr :-)
Kaum zu glauben, dass wir nächstes Weihnachten in unserem eigenen Haus feiern. Ich befürchte jetzt schon, dass Torsten auf einen überdimensionierten Christbaum besteht, da die Platzverhältnisse dies auch zulassen. Auch eine riesen Feuerwerksbatterie liegt gut verpackt im Keller und wartet darauf im Sommer das Haus einzuweihen. Wie ihr alle seht, sind wir vorbereitet, auf alles was noch kommen möge... ;-)

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Jipiiii, unsere Baugenehmigung ist da...

...und selbstverständlich beiliegend der Bescheid eine ordentliche Stange Geld an die Stadt zu überweisen. Jetzt steht aber fest, wir dürften mit unserem Bau beginnen! :-)
Die Firma Büdenbender erstellt momentan die statischen Berechnungen unseres Eigenheimes, die dann an den Kellerbauer (Glatthaar) weitergeschickt werden. Hier wird wiederum mittels mathematischer Analyse bestimmt, welche Wandstärken verwendet werden müssen, damit das Haus auch eine ordentliche Stabilität aufweist. Das erinnert mich an das Märchen mit den drei kleinen Schweinchen, bei denen der Wolf versucht die Häuser umzupusten, was ihm bei dem Stroh- und Holzhaus auch gelingt. Letzten Endes scheiterte der Wolf nur am Ziegelhaus, aber ich finde, dass ein im Erdreich fest verankerter Keller mit darauf sitzendem Holzhaus und angrenzender Ziegelgarage ihn auch vor größere Schwierigkeiten stellt :-)))

Der Bauplan sieht momentan wie folgt aus:
-KW 3 oder 4: Baustellentermin zur Koordinierung der verschiedenen Gewerke
- Mitte Februar: Kellerbau und Garagenbau durch ???
- Ende Februar/Anfang März: Hausaufstellung
- voraussichtlich bis Anfang Juni: schlüsselfertiger Ausbau des Hauses durch Büdenbender
… Hausübergabe...Einzug... und irgendwann überglückliche Eigenheimbesitzer :-)))

Seit gestern prangt auch ein Schild von Büdenbender auf unserem Grundstück. Es macht auch optisch richtig was her, auch wenn wir kritisch sind, inwieweit sich die großen Angriffsfläche als sturmsicher erweist.

Donnerstag, 20. November 2014

Stetige Veränderung ist die wahre Lebenskunst...




Das trifft beispielsweise auf unsere projektierte Garage zu. Anfänglich haben wir uns aus Kostengründen für eine Fertiggarage entschieden. Nachdem sich im Laufe der Zeit aber immer mehr Zusatzpositionen ( Dachterrasse mit umlaufenden Brüstungswänden, auf der Rückseite der Garage ein zusätzliches Tor, sowie eine Geschosserhöhung) eingeplant wurden, empfahl uns Herr X die Garage in massiver Bauweise herstellen zu lassen. Inzwischen wurden drei regionale Maurerbetriebe angeschrieben und wir können auf die Kostenvoranschläge gespannt sein.

Die Fertigstellung des Baugebietes liegt nun auch in den letzten Zügen. Die Zufahrtsstraßen sind schon seit einigen Wochen asphaltiert. Momentan werden die Bürgersteige und öffentliche Parkplätze mit aufwendigen Mustern verlegt. Sehr feudal! Das wäre meines Erachtens nicht nötig gewesen, ich hätte mich auch mit einem ganz gewöhnlichen Gehweg zufrieden gegeben. Langsam können wir auch nachvollziehen, warum die Erschließungskosten so hoch angesetzt waren.

Auch sollten sich die zukünftigen Bauherren mit zusätzlichen Versicherungen beschäftigen.
Da wäre zum einen die Risikolebensversicherung und zum anderen die Bauherren- und Bauleistungshaftpflicht zu nennen. Letztere werden wir aber aus finanziellen Gründen erst kurz vor Beginn des Kellerbaus abschließen.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Was lange währt wird endlich gut...:-)

Kaum zu glauben, aber nach langer Zeit stand für uns ein wichtiger Termin fest: das Signieren des Bauantrages mit unserer Architektin Frau Feller!
Akribisch gingen sie mit uns den ersten Bauantrag komplett durch, danach hieß es alle sieben Mappen mit Unterschriften zu versehen.
Gespannt waren wir auch auf die neuen Ansichten des Hauses, da wir aus geländetechnischen Gründen die Garage tiefer setzen mussten. Wäre das Haus und die Garage auf der gleichen Höhe platziert worden, hätten wir jeden Tag mit den Autos eine 11 Grad Neigung bewältigen müssen. Das würde ja momentan mit Torstens SUV kein Problem darstellen, was aber meinen Flitzer und eventuelle spätere Sportwagen betrifft schon :-) Und man möchte sich ja nicht ernsthaft - im wahrsten Sinne des Wortes - die Zukunft verbauen! ;-)
Gleich nach unserem Termin mit Frau Feller spazierten wir in völliger Dunkelheit zum Rathaus um den Bauantrag einzuwerfen. Und jaaaaaa, wir haben uns dreimal vergewissert, dass es auch wirklich der richtige Briefkasten ist :-) Bei solch wichtigen Aufgaben läuft man auch gerne mehrmals um das ganze Rathaus herum um definitiv auszuschließen, dass es einen separaten „Bauverwaltungs“-Briefkasten gibt. Das wir nicht auch noch mit Stirnlampen herumliefen (TaschenlampenApp sei Dank!), war wirklich auch alles :-)
Da unser Bauantrag im Kenntnisgabeverfahren bearbeitet wird, werden wir etwa vier Wochen warten müssen, bevor die langersehnte die Baugenehmigung eintrifft.

Zwei Wochen zuvor konnten wir auf dem Rathaus schon das Haus unseres zukünftigen Nachbarn begutachten, das soweit man das anhand der Bauvorlagen sehen kann, eine schöne Optik aufweist und auf einen modernen Geschmack unserer “Angrenzer“ schließen lässt.
Vorausgesetzt sie streichen das Haus am Ende nicht gelb oder lila an! :-)
Was die Platzierung des Nachbarhauses im Baufenster betrifft, so haben wir ebenfalls Glück, da uns von unserer Dachterrasse aller Voraussicht nach der Blick auf den Bodensee erhalten bleibt :-)



Der große Aufreger...

Wir haben einige Zeit verstreichen lassen um unsere Emotionen bezüglich Büdenbenders Berechnungen der KFW-Anforderungen zu verarbeiten.
Rückblickend muss ich leider sagen, dass es mir wie ein weiterer Versuch erscheint um an noch mehr Geld von unerfahrenen Bauherren zu gelangen.
Aber nun zur ganzen Geschichte:
Im April 2014 unterzeichneten Torsten und ich den Werkvertrag über unseren Hausbau mit Büdenbender. Leider enthält dieser Vertrag keinerlei Platz für zusätzlich getroffene Ergänzungen.
Bei der Vertragsbestätigungen forderten wir Herrn X auf, in der Angebotsbeschreibung schriftlich den Vermerk “Haus inkl. KFW 55 förderfähig“ festzuhalten.
“Sicher ist sicher“ lautet hier die Devise und ein halbes Jahr später waren wir sehr froh, damals so hartnäckig gewesen zu sein.
Um mit den Wärmeschutzberechnungen starten zu können, benötigte die Statikerin von Büdenbender eine monatliche Simulation unserer Photovoltaikanlage in kWh.
In einem Telefonat habe ich mit Frau N. eine Probeberechnung mit durchschnittlichen Ertragswerten durchlaufen lassen, mit dem Resultat, dass wir keinerlei Probleme haben würden um an ein Effizienzhaus 55 zu gelangen.
Da alle Eckdaten schon im Programm eingegeben waren, dachten wir es wäre auch kein Problem, wenn in der Abwesenheit (=verdienter Urlaub) von Frau N. ihr Kollege die Wärmeschutzberechnung mit unseren monatlichen Photovoltaikerträgen zu Ende führen könnte.
Weit verfehlt... :-(...oder EINMAL mit Profis arbeiten :-(((
Nach kurzer Zeit erhielten wir die KFW-Anforderungen, auf denen vermerkt war, dass wir aufgrund der Transmissionswärmeverluste der Gebäudehülle noch zusätzlich die Kellerinnenwände im Flurbereich dämmen müssten!
Nach Nachfrage erhielten wir die Antwort, dass diese Maßnahme ca. 4000 Euro kosten würde!
Unsere Aufregung und unsere Enttäuschung kann sich wohl jeder vorstellen!!!
Nachdem wir unserem Frust telefonisch bei unserem Architekten Herrn X ausgelassen haben, bekamen wir nach einer Stunde telefonisch mitgeteilt, dass wir aus Kulanz jetzt nur 1200 Euro für die zusätzliche Innendämmung zahlen müssten.
Im Kopf haben wir uns schon von der KFW 55 Förderungen verabschiedet, da wir kein zusätzliches Geld in unsinnige Maßnahmen stecken wollten. KFW Wert hin oder her, das wichtigste ist doch, dass man sich in seinem Haus wohl fühlen sollte!
Zwei Tage später wurde unsere Wärmeschutzberechnung nochmals überprüft, wobei festgestellt wurde, dass der Kollege die komplette Perimeterdämmung (112mm) des Kellers vergessen hatte!
Ja, ich sehe wirklich ein, dass Menschen Fehler machen, aber ich finde es unverschämt, wenn man sich dafür nicht einmal entschuldigt! Das ist wirklich schwach!!!

Der aktuelle Wärmeschutznachweis stimmt uns aber wieder glücklich...:-)





Sonntag, 28. September 2014

Warten, warten, warten...

Zunächst zu den positiven Nachrichten: die Erschließung unseres Baugebietes läuft hervorragend voran, seit letzter Woche wird jetzt auch noch Samstags und bis 19 Uhr eifrig gebaggert! Auf dem Bild sitze ich auf dem Randstein vor unserem Baugrundstück und schaue optimistisch in die Zukunft :-) 


Wo wir gerade positiv gestimmt sind, zu den unerfreulichen Dingen bezüglich Verzögerung.
Einen Vermesser haben wir seit Mitte August beauftragt, der unverzüglich alle bis dahin erhobenen Daten an unsere Architektin geschickt hat.
Eine endgültige Vermessung des Grundstückes wird erst erfolgen, wenn die Straße komplett asphaltiert ist. Aus diesem Grund erklärte uns Frau F., dass es keinen Sinn machen würde, den Bauantrag mit diesen Daten zu erstellen.
Das war für uns sehr ärgerlich zumal die Höhe der Straße, der Hausanschlüsse und der Hauserdgeschosshöhe schon eindeutig feststand!
Aber was will man da machen?
Also rief ich auf der Stadt an und fragte nach, ob von den anderen Bauherren schon Bauanträge bei ihnen vorliegen würden. Als Antwort bekam ich , dass schon zahlreiche Anträge im Moment bearbeitet würden. Warum dann nicht unserer?
Verärgert rief ich bei Herrn Joachim Büdenbender an um mich darüber zu beschweren, dass seit nun sechs Wochen nichts passiert sei und dies nicht unsere Schuld wäre! Auch wenn sich unsere Architektin krankheitsbedingt in eine Klinik einliefern lassen musste -das tut uns natürlich sehr leid- darf ihr Problem nicht zu unserem Problem werden!
Diesbezüglich wurde mir auch zugestimmt und versprochen, dass diese zeitliche Verzögerung der Bauantragserstellung Büdenbender bekannt sei und sie versuchen würden, den Baubeginn fristgerecht zu beginnnen! Schriftliches gibt es natürlich hier aber nichts :-(

An dieser Stelle möchte ich mich bei Herrn Joachim Büdenbender bedanken, der durch seine souveräne Art und klare Vorgehensweise die Bauvorbereitung so gut koordiniert, dass wir anhand von To-Do-Listen genau sehen, was wir noch alles zu erledigen haben.
Da wir nun alles getan haben, was in unserer Macht steht, heißt es also wieder warten und Däumchen drehen :-(

Entscheidung Photovoltaik-Anlage...

...oder auch der Wunsch autark zu sein :-)
Den Entschluss die Photovoltaik-Anlage schon während des Baubeginns zu installieren, ist bei uns recht spät gefallen. Letzten Endes überzeugte und aber schon allein die Tatsache, das beim Bau schon stehende Baugerüst mitzubenutzen (spart Kosten um die 800 Euro) und nicht auf die Brauchwasserzirkulationspumpe verzichten zu müssen (und trotzdem KfW55-Haus zu bleiben).
Uns geht es auch einfach darum, den durch die PV-Anlage erzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Ein Kraftwerk auf dem Dach ist bei unserer Hausgröße nicht möglich und auch nicht gewollt, da sich heutzutage das Einspeisen des Stromes einfach nicht rechnet! Da können mir die Experten vorrechnen was sie wollen, das stimmt einfach nicht!

In unserem Fall hätten es folgende Möglichkeiten gegeben um die verschiedenen KFW Fördermittel zu erlangen.

KFW 70: Haus mit Keller (Perimeterdämmung 120 cm und beheizten Kelleraufgang) mit Brauchwasserzirkulationspumpe

KFW 55: Haus mit Keller (Perimerdämmung 120 cm, beheizten und innen nochmals gedämmten Kelleraufgang, Mehrkosten knapp 2000 Euro) mit Brauchwasserzirkulationspumpe

Fazit: die zusätzliche Dämmung hätte sich für uns kaum bemerkbar gemacht und hierfür ist der finanzielle Mehraufwand einfach zu hoch! Diese Möglichkeit schlossen wir also aus.

oder

Haus mit Keller (ohne Innendämmung) ohne Pumpe.


Wären wir nicht so gut von unseren Verwandten Markus und Daniela beraten worden (an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank!!!), hätten wir diese Entscheidung aus reiner Überforderung weit nach hinten geschoben. Ich bin mir sicher, dass wir uns darüber im Nachhinein geärgert hätten.
Es ist einfach Gold wert, Fachmänner bezüglich PV in der eigenen Familie zu haben!

In unserem Fall wird die Süd-Ost und Süd-Westseite des Daches mit deutschen hochkristallinen Solarmodulen mit Aluprofilrahmen des Fabrikats “Luxor 200 Watt“ belegt.
Ingesamt sind es 26 Module in schwarzer Optik (damit sich vor allem unsere gefiederten Freunde und die höher gelegenen Nachbarn an der schönen Optik erfreuen können :-) mit 5,2 KW/peak.
Der Wechselrichter ist von“ Kostal Piko“ mit dreiphasiger Netzanbindung.

Bezüglich weiterer Infos werden wir in einigen Tagen von Herrn Weixler der Firma Stiefenhofer Photovoltaik GmbH beraten.
Wir sind auch gespannt, was die neuesten Wärmeschutzberechnungen von Büdenbender ergeben. Nach dem letzten telefonischen Stand hätte nicht mehr viel zur KFW 40 Förderung gefehlt :-)



Sonntag, 21. September 2014

Danke....

Danke für euer Interesse und die über 1000 Zugriffe!
Mit einem solchen Ansturm haben wir gar nicht gerechnet, zumal bis jetzt auch noch nichts Weltbewegendes geschehen ist. Dennoch geht es langsam voran, wie auch auf unserem Baugrundstück, auf dem seit einigen Tagen der Baustromanschluss prangt.
Endlich bekommen wir etwas Handfestes für das bisher ausgegebene Geld! :-)

Das Ausstattungsprotokoll

Das die ganze Bemusterung teuer werden würde, war uns schon im Voraus klar.
Hochwertige und namenhafte Hersteller geizen nicht mit dem Preis ihrer Produkte.
Da wir vor einigen Monaten bereits ein Ausstattungsprotokoll der Firma Schwörer in den Händen hielten, waren wir überrascht als wir selbiges von Büdenbender zwei Wochen nach der Bemusterung erhielten.
Stiftung Warentest hätte dafür sicherlich nur ein Urteil übrig: undurchsichtig!
Mühsam arbeiteten wir Seite für Seite durch und entdeckten den ein oder anderen Fehler, der aber gleich von unserer Sachbearbeiterin behoben wurde.
Damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wie viel Geld ihr in etwa für eine “Aufbemusterung“ einplanen solltet, nachfolgend eine genaue Zusammenstellung unseres Grundprotokolls.

Außenwandelemente:
ein zusätzliches französisches Geländer (856 Euro), Vergrößerung von 2 Fenstern ( 450 Euro), Eingangsüberdachung als Flachdach mit Außenwandscheibe in Putzausführung (3169 Euro, jetzt siehe unten stehenden Beitrag 2100 Euro),
zusätzliche Wand (raumhoch) und Schamwand :-) im Bad (656 Euro), Wandnischen in Du/Bad ( je 120 Euro), 2 Stück Wanddurchbrüche für die Lüftung des Kühlschrankes (100 Euro).

Um nochmals das Thema Eingangsüberdachung anzuschneiden: Eines Abends kam ich auf den Gedanken, warum eine auskragende (damit meine ich ohne Stützpfeiler und ohne Außenwandscheibe) Überdachung bei uns nicht realisierbar ist? Bei unserem letzten Termin mit beiden Architekten kamen beide zum Schluss, dass dies aus statistischen Gründen nicht möglich wäre. Gutgläubig wie wir sind, haben wir den beiden einfach vertraut.
Inzwischen bin ich aber an dem Punkt angelangt, dass ich angefangen habe alles zu hinterfragen. Das ist für den ein oder anderen Mitarbeiter der Firma Büdenbender sicherlich anstrengend, aber ich empfinde es auch als mein Recht darüber aufgeklärt zu werden, was für Möglichkeiten in unserem Fall zur Verfügung stehen! So ein Menge Geld gibt man schließlich nicht oft aus!
Die Frage lautete: wie kann es sein, dass ein 1,10 m breiter und 10 m langer Balkon keine Stützelemente benötigt, dafür aber unsere Eingangsüberdachung die nur ein Drittel so lang ist?
Frau B. kümmerte sich umgehend darum und nach etwa 2 Stunden stand nach einer statistischen Berechnung fest, dass dies möglich wäre und uns etwa 1000 Euro weniger kosten würde! Aha, geht also doch!

Außenfassade:
Kosten für die Putzabsetzungen in Scheibenputz 2mm RAL 7016 (1624 Euro)

Dachkonstruktion:
Dachrinne (Zink) mit Regenauffangklappe (77 Euro)

Balkon:
Geländerbezeichnung Typ 28 pulverbeschichtet DB 703 (431 Euro)
Das Standardgeländer empfanden wir als hässlich und so haben wir uns doch für die optisch schönere waagrechte Ausführung der Geländerstäbe und somit aber kinderunfreundlichere Variante (da Leiterfunktion) entschieden.

Deckenkonstruktion:
Decke abhängen im ersten Obergeschoss (Flur, Bäder und Treppe) (493 Euro), wegen der Deckenspots!
zusätzlicher Balken für Markise unter den Balkon (270 Euro)

Haustür:
Spion und Schutzrosette (111 Euro)

Fenster:
Innenfensterbänke Granit Bianco Sardo weiß (Mehrpreis 18 Euro pro Fenster)
Innenfensterbank Granit Bianco Sardo Nero Assoluto matt (46 Euro)
zusätzlich noch ein Warema Raffstore RAL 7016 (501 Euro)
WK2 Sicherung (pro Fenster ca. 88 Euro)

Anlagen Teilausbau

Schornstein:
Jipiii, hier mal keine Mehrkosten! :-)

Treppe:
Wangentreppe mit eingestemmten Stufen in Eiche natur (Klarlack endbehandelt),die Wangen weiß lackiert mit mitlaufender Brüstung, Brüstungswandabdeckung in Eiche natur ( 2166 Euro)
Bodentreppe Spitzboden wärmegedämmt (510 Euro)

Heizung:
auch hier keine Mehrkosten :-)
Viessmann Vitocal 200-S AWB-AC 201.B10 7,7 kW

Sanitärrohinstallation:
frostsicherer Außenzapfstellenanschluss (593 Euro), Kombi-Eckventil für Spülmaschinenanschluss (34 Euro), Duschanlage unter Putz Mischer ( jeweils 131 Euro, für die Badewanne 151 Euro)

Elektroinstallation:
Insgesamt Mehrkosten in Höhe von 4300 Euro!
Nachfolgend werden nur die richtigen Preisknaller aufgeführt, ich möchte euch nicht mit den einzelnen Steckdosenpreisen langweilen.
Am teuersten schlug die Sprechanlage von Gira zu Buche (1755 Euro).
3 Stück Erdkabel (195 Euro), Tastdimmer (je 125 Euro), im Keller Schaltung mit 2 Bewegungswächtern (357 Euro, diesen haben wir im Nachhinein gestrichen)....die restlichen Zusatzkosten haben sich bei zahlreichen Schaltstellen und Steckdosen ergeben :-(

Estrich:
der ist fest eingeplant :-)


Anlagen schlüsselfertig

Innentüren:
im Obergeschoss und Erdgeschoss: Innentüren Weißlack Typ 26 eckig, Zarge eckig (je Tür 30 Euro)
im Keller: Innentüren Weißlack Dekor Typ 26 eckig, Zarge exklusiv... da können wir ja gespannt sein, wie exklusiv wohl später unsere Kellertüren aussehen werden? :-)
In der Wand laufende Schiebetür mit Griffmuschel quadratisch, bündig einlaufend mit Springgriff (2 Stück, 500 Euro), Bäder mit Badgarnitur (4 Türen, 80 Euro)

Sanitärobjekte:
Mehrkosten 8300 Euro.
Hier fing es an richtig untransparent zu werden, ich habe gleich darauf hin unseren Architekten angerufen um mich darüber beschwert. Wie soll man denn den Rotstift beim Bemusterungsprotokoll ansetzten, wenn die einzelnen Positionen nicht angegeben werden? Die Antwort lautete, dass ich die Einzelpreise gerne bei unserer Ausstattungsberaterin erfragen könne.
Was das für einen Zeitaufwand beinhaltete, kann sich wohl jeder vorstellen.
Um zukünftige Bauherren dies einmal deutlich zu Augen zu führen, hier ein Beispiel:-)

Zimmer: Eltern Bad
Objekt Typ/Farbe:
Waschtisch Duravit Vero 60x47cm geschliffen f. Einlocharmatur inkl. Bef. Weiß
WT-Platte akua f. Aufsatzbecken mit kon., Kirschbaum dekor 120x55x8cm (in Nische) inkl. Montageschienen und Beckenausschnitt
WT-Unterschrank Vogour akua unter Platte m.TipTec, Kirschbaum dekor 80x55x32,8cm mit 2 Auszügen mit TipTec, oben mit Siphonausschnitt zur Montage mittig unter dem WT
Preis: 2280 Euro

Die Frage lautet was kostet hier was?
Die Antwort: der Waschtisch (177 Euro), die Waschtischplatte (900 Euro....sorry, bei diesem Preis, könnte man annehmen diese Platte sei vergoldet!) und der Waschtischschrank (1200 Euro).
Fazit: bis auf das Waschbecken haben wir alles gestrichen und beauftragen einen örtlichen Schreiner,
der dieses Geld für eine reine Holzarbeit ( und kein Dekor!) auch wirklich verdient hat!
Auch Handtuchhalter und Brausegarnituren haben wir raus genommen und werden uns diese im nächsten Jahr vor Ort selber besorgen und anmontieren.
Ja, kaum zu glauben aber notgedrungen und entnervt werden sogar wir zum Handwerker :-)))

Fliesen:
Hier haben wir sogar 400 Euro Gewinn gemacht, da wir die Wände der Bäder nur teilweise mit Wandfliesen versehen haben :-)

Bodenbeläge:
Schulte Parkett Diele Eiche rustikal UV-geölt
Mehrpreis 1700 Euro. Den Wohn-Ess-Küchen- Bereich haben wir als Referenzhaus als Bonus bekommen :-)))



Eigenleistung:
Balkon und die Dachterrasse werden mit Bankirai Holz verschönert, außerdem müssen wir im Keller den Boden verlegen und die Wände streichen.
Da wir immer noch nicht wissen, wann unser Hausbau beginnen soll (vertraglich zugesichert ist das Frühjahr 2015!), haben wir noch etwas Zeit um uns im Internet bezüglich Heimwerken noch schlau zu machen :-)

Sonntag, 7. September 2014

Die Bemusterung

Zunächst einmal gab es ein wirres Hin und Her bezüglich des Bemusterungstermins im Hauptwerk von Büdenbender. Bemustert werden darf nämlich erst, wenn der Bauantrag genehmigt ist!
Da sich unser Grundstück aber immer noch mondlandschaftsmäßig präsentierte und auch erst bis Ende dieses Jahres erschlossen werden soll, war an eine Vermessung nicht zu denken!
Kurz um: hätten wir uns nicht gewehrt, so wäre unser Baubeginn einige Monate später erfolgt! Nach mehreren Telefonaten mit unserem Architekt und der Auftragsabwicklung einigten wir uns, die für den Bauantrag anfallenden Kosten in Höhe von acht Prozent des Gesamtpreises, sofort zu überweisen und uns so den Termin für die Bemusterung zu sichern.
Da Thorsten und ich beide berufstätig sind ( ja, irgendwie muss unser neues Heim ja auch finanziert werden :-), beschlossen wir kurzfristig unserem Sommerurlaub mit zwei Tagen Ausstattungsberatung in Netphen-Hainchen zu verbinden.
Eine Woche vor der Bemusterung bekamen wir die Grundrisse für jedes Geschoss als Vorabzug zugeschickt, damit wir uns vorab zwecks der Platzierung der Elektrik Gedanken machen konnten.
Nach kurzer Durchsicht der in der Baubeschreibung (Typisch Bündenbender 07/13) enthalten Lichtauslässe, Steckdosen und Lichtschalter, reichten uns diese Anzahl bei weitem nicht aus!
Ich nehme allerdings an, dass das bei fast ( ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es vielleicht auch Ausnahmen gibt) allen Hausanbietern der Fall ist, schließlich möchten selbige auch noch an Mehrkosten profitieren :-(
Aufgrund der langen Anreise hatte Büdenbender uns schon ab Vortag ein Zimmer im Gasthof Ley reserviert. Nach einem hervorragendem Abendessen (die Kosten hierfür übernimmt Büdenbender- an dieser Stelle vielen Dank :-) , taumelten wir müde in das uns zugeteilte Doppelbett in Zimmer vier.
Das Einschlafen gestaltete sich schwierig, da auf meiner Seite die Matratze dermaßen durchgelegen war, dass ich – bildlich ausgedrückt - ohne Verrenkung mit den Finger meine Fußspitzen berühren konnte. Hingegen kämpfte Thorsten auf der anderen Seite bei jeder Drehung mit lauten Quietschgeräuschen, die selbst mit Ohropax kaum zu dämpfen waren.
Nach einer ausgiebigen Diskussion ( Was ist schlimmer? Morgen zum Orthopäden oder zum HNO Arzt wegen Tinnitus) einigten wir uns das weniger schlimmer Übel, nämlich die quietschende Matratze zu wählen. Aufgrund des sind nun reduziertem Platzangebotes, war die Nacht für uns recht kurz. Als Tipp: lasst euch auf keinen Fall die Nummer 4 als Zimmer geben!
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es um neun Uhr los mit der Bemusterung im Hauptwerk von Büdenbender in Netphen. Unsere Ausstattungsberaterin Frau B. hieß uns auch gleich willkommen, und schon saßen wir drei Stunden an unserem mitgebrachten Vorabzügen und besprachen jeden einzelnen Lichtschalter, Steckdose und Lichtauslass.
Ein großes „Aha“-Erlebnis ereilte uns als wir die Deckenspots im Obergeschoss planten. Hier musste in unserem Fall die Decke um 10 cm abgehängt werden! Das hätte man uns auch mal früher sagen können, dieses Problem tritt schließlich bei jedem auf, der ein mehrgeschossiges Haus in Holzständerbauweise baut!
Wichtig ist auch, nicht den Dimmer oder auch schaltbare Steckdosen zu vergessen, sowie zusätzlich mehrere Erdkabel verlegen zu lassen. Das ist nachträglich immer etwas schwierig und mit höheren Mehrkosten verbunden.
Einige Teilbereiche des Hauses erachte ich mit meiner weiblichen Sichtweise als Kommandozentrale, die dem Raumschiff Enterprise definitiv Konkurrenz macht!
Ich sehe mich schon einzelne Lichtschalter mit dem Labeldrucker beschriften :-)
An dieser Stelle möchten wir uns für die Geduld von Frau B. und Herr X bedanken, die uns immer mit Rat zur Seite standen und uns die Zeit gegeben haben, die wir das ein und andere mal auch benötigten.
Dann war erst mal Mittagspause mit einer deftigen Wurst- und Käseplatte vom örtlichen Metzger angesagt. Frisch gestärkt ging es weiter sämtliche Türen, Griffe, Fensterbänke, Wand- und Außenfarben sowie den Putz und Dachziegel auszusuchen.
Als frech erachte ich, dass bis zur Bemusterung die äußere farbliche Putzgestaltung in anthrazit (RAL 7016) mit keinem Wort erwähnt wurde. Wenn man nämlich einen solchen dunklen Farbton wählt, kann es bei hohen Temperaturunterschieden im Wandaufbau zu Spannungsrissen im Putz kommen. Deswegen muss man beim gewählten Farbton im Bemusterungsprotokoll die Firma Büdenbender für die Haftung bei Schäden im Außenputzbereich entbinden! Warum zeichnet man dann überhaupt einen dunklen Edelputz als optisches Highlight auf die Außenwand, wenn man dafür keine Garantie geben kann?
Die Treppe vom Erdgeschoss in den oberen Stock erwies sich als arbeitsintensiv, da wir für eine mitlaufende Wand (=Brüstung) den Luftraum vergrößern, aber dafür die Kellertür verkleinern mussten. Frau Blattner löste diese Problematik mithilfe einiger geführter Telefonaten professionell.
Müde aber glücklich beendeten wir den ersten Bemusterungstag mit einem leckeren Abendmahl im Gasthof Ley und einigen Aperol Spritz. Letztere, um weniger von der lauten Matratze mitzubekommen :-)
Am zweiten Tag fuhren wir mit Frau B. zu einem Badausteller in Siegen, da wir uns für das Standardbad nicht begeistern konnten. Den ganzen Vormittag wählen wir sämtliche Badutensilien aus. Verständlich ist hierbei auch, dass schöne und hochwertige Dinge einfach Geld kosten.
Zurück in der Hauptzentrale von Büdenbender beschäftigen wir uns ausgiebig mit dem Bodenbelägen. Da gehen großformatige Steinzeugfliesen auch nochmal ordentlich ins Geld :-(
Auch Parkett hat einfach seinen Preis, aber das ist es uns auch wert!
Anbei mal ein paar Bilder von den von uns ausgewählten Objekten. Teilweise variiert die Farbe, da wir möglichst alles im Haus genau aufeinander abstimmen möchten :-)





Sonntag, 24. August 2014

Erschließungsdokumentation unseres Baugebietes


Da dieses Gebiet bis vor kurzem dem Anbau von Getreide und Obst diente, wurden der mit Dünger belastete Boden meterweise abgetragen. Dies zieht allerdings den großen Nachteil mit sich, dass sich nun auf allen Grundstücken kein Humus mehr befindet und dieser im Zuge der Gartengestaltung erst mit Mutterboden bestückt werden muss! Ansonsten wird das mit der Grünanlage recht schwierig :-) Dieser Posten war natürlich auch beim Grundstückskauf nicht inkludiert, aber wir haben auch nichts anderes erwartet :-(

Unser Grundstück befindet sich auf einem früheren Erdbeerfeld, davon ist aber schon lange Zeit nichts mehr zu sehen. Zu allen Seiten sieht man ins Grüne, in die Stadt sind es etwa 8 min zu Fuß. Angenehm ruhig, aber doch zentral. Was die Aussicht betrifft, so können wir noch gespannt sein, wie hoch die Nachbarhäuser werden, aber mit viel Glück bleibt uns der Ausblick auf die Alpen und auf ein kleines Stückchen See erhalten. Schön ist auch, dass die Straßenbreite vor dem Haus nur fünf Meter beträgt und im gesamten Wohngebiet 30er Zone herrscht. Die Kosten für teure Fotoabzüge seitens der Polizei werden bei mir schon fest eingeplant :-)


Momentan ist Ferienzeit so dass die Erschließung und sämtliche Bagger ruhen. Als besonders beunruhigend empfinde ich die Tatsache, dass man extrem viel Geld ausgegeben hat, davon aber überhaupt nichts sieht!!!
Ich hoffe, dass wird bald besser :-)
Zumindest können wir seit einigen Wochen anhand der verlegten Hausanschlüsse und angedeuteten Straßenlaternen schon abschätzen, wie breit unser Grundstück so ist. Hingegen kommt einem das Grundstück der Doppelhaushälfte nebenan sehr winzig vor. Irgendwie wird aber da auch ein Haus draufpassen. Großer Vorteil dieser kleineren Grundstücke ist, dass diese eindeutig weniger Humus bestellen müssen :-) !