Sonntag, 21. September 2014

Das Ausstattungsprotokoll

Das die ganze Bemusterung teuer werden würde, war uns schon im Voraus klar.
Hochwertige und namenhafte Hersteller geizen nicht mit dem Preis ihrer Produkte.
Da wir vor einigen Monaten bereits ein Ausstattungsprotokoll der Firma Schwörer in den Händen hielten, waren wir überrascht als wir selbiges von Büdenbender zwei Wochen nach der Bemusterung erhielten.
Stiftung Warentest hätte dafür sicherlich nur ein Urteil übrig: undurchsichtig!
Mühsam arbeiteten wir Seite für Seite durch und entdeckten den ein oder anderen Fehler, der aber gleich von unserer Sachbearbeiterin behoben wurde.
Damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wie viel Geld ihr in etwa für eine “Aufbemusterung“ einplanen solltet, nachfolgend eine genaue Zusammenstellung unseres Grundprotokolls.

Außenwandelemente:
ein zusätzliches französisches Geländer (856 Euro), Vergrößerung von 2 Fenstern ( 450 Euro), Eingangsüberdachung als Flachdach mit Außenwandscheibe in Putzausführung (3169 Euro, jetzt siehe unten stehenden Beitrag 2100 Euro),
zusätzliche Wand (raumhoch) und Schamwand :-) im Bad (656 Euro), Wandnischen in Du/Bad ( je 120 Euro), 2 Stück Wanddurchbrüche für die Lüftung des Kühlschrankes (100 Euro).

Um nochmals das Thema Eingangsüberdachung anzuschneiden: Eines Abends kam ich auf den Gedanken, warum eine auskragende (damit meine ich ohne Stützpfeiler und ohne Außenwandscheibe) Überdachung bei uns nicht realisierbar ist? Bei unserem letzten Termin mit beiden Architekten kamen beide zum Schluss, dass dies aus statistischen Gründen nicht möglich wäre. Gutgläubig wie wir sind, haben wir den beiden einfach vertraut.
Inzwischen bin ich aber an dem Punkt angelangt, dass ich angefangen habe alles zu hinterfragen. Das ist für den ein oder anderen Mitarbeiter der Firma Büdenbender sicherlich anstrengend, aber ich empfinde es auch als mein Recht darüber aufgeklärt zu werden, was für Möglichkeiten in unserem Fall zur Verfügung stehen! So ein Menge Geld gibt man schließlich nicht oft aus!
Die Frage lautete: wie kann es sein, dass ein 1,10 m breiter und 10 m langer Balkon keine Stützelemente benötigt, dafür aber unsere Eingangsüberdachung die nur ein Drittel so lang ist?
Frau B. kümmerte sich umgehend darum und nach etwa 2 Stunden stand nach einer statistischen Berechnung fest, dass dies möglich wäre und uns etwa 1000 Euro weniger kosten würde! Aha, geht also doch!

Außenfassade:
Kosten für die Putzabsetzungen in Scheibenputz 2mm RAL 7016 (1624 Euro)

Dachkonstruktion:
Dachrinne (Zink) mit Regenauffangklappe (77 Euro)

Balkon:
Geländerbezeichnung Typ 28 pulverbeschichtet DB 703 (431 Euro)
Das Standardgeländer empfanden wir als hässlich und so haben wir uns doch für die optisch schönere waagrechte Ausführung der Geländerstäbe und somit aber kinderunfreundlichere Variante (da Leiterfunktion) entschieden.

Deckenkonstruktion:
Decke abhängen im ersten Obergeschoss (Flur, Bäder und Treppe) (493 Euro), wegen der Deckenspots!
zusätzlicher Balken für Markise unter den Balkon (270 Euro)

Haustür:
Spion und Schutzrosette (111 Euro)

Fenster:
Innenfensterbänke Granit Bianco Sardo weiß (Mehrpreis 18 Euro pro Fenster)
Innenfensterbank Granit Bianco Sardo Nero Assoluto matt (46 Euro)
zusätzlich noch ein Warema Raffstore RAL 7016 (501 Euro)
WK2 Sicherung (pro Fenster ca. 88 Euro)

Anlagen Teilausbau

Schornstein:
Jipiii, hier mal keine Mehrkosten! :-)

Treppe:
Wangentreppe mit eingestemmten Stufen in Eiche natur (Klarlack endbehandelt),die Wangen weiß lackiert mit mitlaufender Brüstung, Brüstungswandabdeckung in Eiche natur ( 2166 Euro)
Bodentreppe Spitzboden wärmegedämmt (510 Euro)

Heizung:
auch hier keine Mehrkosten :-)
Viessmann Vitocal 200-S AWB-AC 201.B10 7,7 kW

Sanitärrohinstallation:
frostsicherer Außenzapfstellenanschluss (593 Euro), Kombi-Eckventil für Spülmaschinenanschluss (34 Euro), Duschanlage unter Putz Mischer ( jeweils 131 Euro, für die Badewanne 151 Euro)

Elektroinstallation:
Insgesamt Mehrkosten in Höhe von 4300 Euro!
Nachfolgend werden nur die richtigen Preisknaller aufgeführt, ich möchte euch nicht mit den einzelnen Steckdosenpreisen langweilen.
Am teuersten schlug die Sprechanlage von Gira zu Buche (1755 Euro).
3 Stück Erdkabel (195 Euro), Tastdimmer (je 125 Euro), im Keller Schaltung mit 2 Bewegungswächtern (357 Euro, diesen haben wir im Nachhinein gestrichen)....die restlichen Zusatzkosten haben sich bei zahlreichen Schaltstellen und Steckdosen ergeben :-(

Estrich:
der ist fest eingeplant :-)


Anlagen schlüsselfertig

Innentüren:
im Obergeschoss und Erdgeschoss: Innentüren Weißlack Typ 26 eckig, Zarge eckig (je Tür 30 Euro)
im Keller: Innentüren Weißlack Dekor Typ 26 eckig, Zarge exklusiv... da können wir ja gespannt sein, wie exklusiv wohl später unsere Kellertüren aussehen werden? :-)
In der Wand laufende Schiebetür mit Griffmuschel quadratisch, bündig einlaufend mit Springgriff (2 Stück, 500 Euro), Bäder mit Badgarnitur (4 Türen, 80 Euro)

Sanitärobjekte:
Mehrkosten 8300 Euro.
Hier fing es an richtig untransparent zu werden, ich habe gleich darauf hin unseren Architekten angerufen um mich darüber beschwert. Wie soll man denn den Rotstift beim Bemusterungsprotokoll ansetzten, wenn die einzelnen Positionen nicht angegeben werden? Die Antwort lautete, dass ich die Einzelpreise gerne bei unserer Ausstattungsberaterin erfragen könne.
Was das für einen Zeitaufwand beinhaltete, kann sich wohl jeder vorstellen.
Um zukünftige Bauherren dies einmal deutlich zu Augen zu führen, hier ein Beispiel:-)

Zimmer: Eltern Bad
Objekt Typ/Farbe:
Waschtisch Duravit Vero 60x47cm geschliffen f. Einlocharmatur inkl. Bef. Weiß
WT-Platte akua f. Aufsatzbecken mit kon., Kirschbaum dekor 120x55x8cm (in Nische) inkl. Montageschienen und Beckenausschnitt
WT-Unterschrank Vogour akua unter Platte m.TipTec, Kirschbaum dekor 80x55x32,8cm mit 2 Auszügen mit TipTec, oben mit Siphonausschnitt zur Montage mittig unter dem WT
Preis: 2280 Euro

Die Frage lautet was kostet hier was?
Die Antwort: der Waschtisch (177 Euro), die Waschtischplatte (900 Euro....sorry, bei diesem Preis, könnte man annehmen diese Platte sei vergoldet!) und der Waschtischschrank (1200 Euro).
Fazit: bis auf das Waschbecken haben wir alles gestrichen und beauftragen einen örtlichen Schreiner,
der dieses Geld für eine reine Holzarbeit ( und kein Dekor!) auch wirklich verdient hat!
Auch Handtuchhalter und Brausegarnituren haben wir raus genommen und werden uns diese im nächsten Jahr vor Ort selber besorgen und anmontieren.
Ja, kaum zu glauben aber notgedrungen und entnervt werden sogar wir zum Handwerker :-)))

Fliesen:
Hier haben wir sogar 400 Euro Gewinn gemacht, da wir die Wände der Bäder nur teilweise mit Wandfliesen versehen haben :-)

Bodenbeläge:
Schulte Parkett Diele Eiche rustikal UV-geölt
Mehrpreis 1700 Euro. Den Wohn-Ess-Küchen- Bereich haben wir als Referenzhaus als Bonus bekommen :-)))



Eigenleistung:
Balkon und die Dachterrasse werden mit Bankirai Holz verschönert, außerdem müssen wir im Keller den Boden verlegen und die Wände streichen.
Da wir immer noch nicht wissen, wann unser Hausbau beginnen soll (vertraglich zugesichert ist das Frühjahr 2015!), haben wir noch etwas Zeit um uns im Internet bezüglich Heimwerken noch schlau zu machen :-)

Sonntag, 7. September 2014

Die Bemusterung

Zunächst einmal gab es ein wirres Hin und Her bezüglich des Bemusterungstermins im Hauptwerk von Büdenbender. Bemustert werden darf nämlich erst, wenn der Bauantrag genehmigt ist!
Da sich unser Grundstück aber immer noch mondlandschaftsmäßig präsentierte und auch erst bis Ende dieses Jahres erschlossen werden soll, war an eine Vermessung nicht zu denken!
Kurz um: hätten wir uns nicht gewehrt, so wäre unser Baubeginn einige Monate später erfolgt! Nach mehreren Telefonaten mit unserem Architekt und der Auftragsabwicklung einigten wir uns, die für den Bauantrag anfallenden Kosten in Höhe von acht Prozent des Gesamtpreises, sofort zu überweisen und uns so den Termin für die Bemusterung zu sichern.
Da Thorsten und ich beide berufstätig sind ( ja, irgendwie muss unser neues Heim ja auch finanziert werden :-), beschlossen wir kurzfristig unserem Sommerurlaub mit zwei Tagen Ausstattungsberatung in Netphen-Hainchen zu verbinden.
Eine Woche vor der Bemusterung bekamen wir die Grundrisse für jedes Geschoss als Vorabzug zugeschickt, damit wir uns vorab zwecks der Platzierung der Elektrik Gedanken machen konnten.
Nach kurzer Durchsicht der in der Baubeschreibung (Typisch Bündenbender 07/13) enthalten Lichtauslässe, Steckdosen und Lichtschalter, reichten uns diese Anzahl bei weitem nicht aus!
Ich nehme allerdings an, dass das bei fast ( ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es vielleicht auch Ausnahmen gibt) allen Hausanbietern der Fall ist, schließlich möchten selbige auch noch an Mehrkosten profitieren :-(
Aufgrund der langen Anreise hatte Büdenbender uns schon ab Vortag ein Zimmer im Gasthof Ley reserviert. Nach einem hervorragendem Abendessen (die Kosten hierfür übernimmt Büdenbender- an dieser Stelle vielen Dank :-) , taumelten wir müde in das uns zugeteilte Doppelbett in Zimmer vier.
Das Einschlafen gestaltete sich schwierig, da auf meiner Seite die Matratze dermaßen durchgelegen war, dass ich – bildlich ausgedrückt - ohne Verrenkung mit den Finger meine Fußspitzen berühren konnte. Hingegen kämpfte Thorsten auf der anderen Seite bei jeder Drehung mit lauten Quietschgeräuschen, die selbst mit Ohropax kaum zu dämpfen waren.
Nach einer ausgiebigen Diskussion ( Was ist schlimmer? Morgen zum Orthopäden oder zum HNO Arzt wegen Tinnitus) einigten wir uns das weniger schlimmer Übel, nämlich die quietschende Matratze zu wählen. Aufgrund des sind nun reduziertem Platzangebotes, war die Nacht für uns recht kurz. Als Tipp: lasst euch auf keinen Fall die Nummer 4 als Zimmer geben!
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es um neun Uhr los mit der Bemusterung im Hauptwerk von Büdenbender in Netphen. Unsere Ausstattungsberaterin Frau B. hieß uns auch gleich willkommen, und schon saßen wir drei Stunden an unserem mitgebrachten Vorabzügen und besprachen jeden einzelnen Lichtschalter, Steckdose und Lichtauslass.
Ein großes „Aha“-Erlebnis ereilte uns als wir die Deckenspots im Obergeschoss planten. Hier musste in unserem Fall die Decke um 10 cm abgehängt werden! Das hätte man uns auch mal früher sagen können, dieses Problem tritt schließlich bei jedem auf, der ein mehrgeschossiges Haus in Holzständerbauweise baut!
Wichtig ist auch, nicht den Dimmer oder auch schaltbare Steckdosen zu vergessen, sowie zusätzlich mehrere Erdkabel verlegen zu lassen. Das ist nachträglich immer etwas schwierig und mit höheren Mehrkosten verbunden.
Einige Teilbereiche des Hauses erachte ich mit meiner weiblichen Sichtweise als Kommandozentrale, die dem Raumschiff Enterprise definitiv Konkurrenz macht!
Ich sehe mich schon einzelne Lichtschalter mit dem Labeldrucker beschriften :-)
An dieser Stelle möchten wir uns für die Geduld von Frau B. und Herr X bedanken, die uns immer mit Rat zur Seite standen und uns die Zeit gegeben haben, die wir das ein und andere mal auch benötigten.
Dann war erst mal Mittagspause mit einer deftigen Wurst- und Käseplatte vom örtlichen Metzger angesagt. Frisch gestärkt ging es weiter sämtliche Türen, Griffe, Fensterbänke, Wand- und Außenfarben sowie den Putz und Dachziegel auszusuchen.
Als frech erachte ich, dass bis zur Bemusterung die äußere farbliche Putzgestaltung in anthrazit (RAL 7016) mit keinem Wort erwähnt wurde. Wenn man nämlich einen solchen dunklen Farbton wählt, kann es bei hohen Temperaturunterschieden im Wandaufbau zu Spannungsrissen im Putz kommen. Deswegen muss man beim gewählten Farbton im Bemusterungsprotokoll die Firma Büdenbender für die Haftung bei Schäden im Außenputzbereich entbinden! Warum zeichnet man dann überhaupt einen dunklen Edelputz als optisches Highlight auf die Außenwand, wenn man dafür keine Garantie geben kann?
Die Treppe vom Erdgeschoss in den oberen Stock erwies sich als arbeitsintensiv, da wir für eine mitlaufende Wand (=Brüstung) den Luftraum vergrößern, aber dafür die Kellertür verkleinern mussten. Frau Blattner löste diese Problematik mithilfe einiger geführter Telefonaten professionell.
Müde aber glücklich beendeten wir den ersten Bemusterungstag mit einem leckeren Abendmahl im Gasthof Ley und einigen Aperol Spritz. Letztere, um weniger von der lauten Matratze mitzubekommen :-)
Am zweiten Tag fuhren wir mit Frau B. zu einem Badausteller in Siegen, da wir uns für das Standardbad nicht begeistern konnten. Den ganzen Vormittag wählen wir sämtliche Badutensilien aus. Verständlich ist hierbei auch, dass schöne und hochwertige Dinge einfach Geld kosten.
Zurück in der Hauptzentrale von Büdenbender beschäftigen wir uns ausgiebig mit dem Bodenbelägen. Da gehen großformatige Steinzeugfliesen auch nochmal ordentlich ins Geld :-(
Auch Parkett hat einfach seinen Preis, aber das ist es uns auch wert!
Anbei mal ein paar Bilder von den von uns ausgewählten Objekten. Teilweise variiert die Farbe, da wir möglichst alles im Haus genau aufeinander abstimmen möchten :-)





Sonntag, 24. August 2014

Erschließungsdokumentation unseres Baugebietes


Da dieses Gebiet bis vor kurzem dem Anbau von Getreide und Obst diente, wurden der mit Dünger belastete Boden meterweise abgetragen. Dies zieht allerdings den großen Nachteil mit sich, dass sich nun auf allen Grundstücken kein Humus mehr befindet und dieser im Zuge der Gartengestaltung erst mit Mutterboden bestückt werden muss! Ansonsten wird das mit der Grünanlage recht schwierig :-) Dieser Posten war natürlich auch beim Grundstückskauf nicht inkludiert, aber wir haben auch nichts anderes erwartet :-(

Unser Grundstück befindet sich auf einem früheren Erdbeerfeld, davon ist aber schon lange Zeit nichts mehr zu sehen. Zu allen Seiten sieht man ins Grüne, in die Stadt sind es etwa 8 min zu Fuß. Angenehm ruhig, aber doch zentral. Was die Aussicht betrifft, so können wir noch gespannt sein, wie hoch die Nachbarhäuser werden, aber mit viel Glück bleibt uns der Ausblick auf die Alpen und auf ein kleines Stückchen See erhalten. Schön ist auch, dass die Straßenbreite vor dem Haus nur fünf Meter beträgt und im gesamten Wohngebiet 30er Zone herrscht. Die Kosten für teure Fotoabzüge seitens der Polizei werden bei mir schon fest eingeplant :-)


Momentan ist Ferienzeit so dass die Erschließung und sämtliche Bagger ruhen. Als besonders beunruhigend empfinde ich die Tatsache, dass man extrem viel Geld ausgegeben hat, davon aber überhaupt nichts sieht!!!
Ich hoffe, dass wird bald besser :-)
Zumindest können wir seit einigen Wochen anhand der verlegten Hausanschlüsse und angedeuteten Straßenlaternen schon abschätzen, wie breit unser Grundstück so ist. Hingegen kommt einem das Grundstück der Doppelhaushälfte nebenan sehr winzig vor. Irgendwie wird aber da auch ein Haus draufpassen. Großer Vorteil dieser kleineren Grundstücke ist, dass diese eindeutig weniger Humus bestellen müssen :-) !

Samstag, 23. August 2014

Kampf gegen Frau Holle :-)


Naja, der Titel mag vielleicht etwas übertrieben klingen, aber uns ist wichtig in einem gemütlichem Heim zu leben. Und da darf selbstverständlich auch ein Kaminofen nicht fehlen!
Der Nachteil einer Fußbodenheizung ist nämlich, dass diese recht träge auf Temperaturveränderungen reagiert. Wer wie wir beispielsweise im Winter gerne einige Wochen Urlaub in südlichen Gefilden verbringt und die Heizung aus Kostengründen (ja, wir sind Schwaben! :-) auf eine niedrigere Temperatur herunter stellt, der muss damit rechnen, dass es fünf bis sieben Stunden braucht bis es richtig warm wird.
Davon mal abgesehen möchte man, bei plötzlichen Kälteeinbrüchen, es abends manchmal doch gerne etwas wärmer haben, das geht aber nicht, wenn wie gerade in unserem Fall, im August sich alle Thermostate auf dem Sternchen Symbol befinden.
In Zeiten des Klimawandels ein nicht zu unterschätzendes Risiko :-)))
Auch den romantischen Aspekt gilt es nicht zu vernachlässigen, so ein loderndes Feuer hat schon was. Zudem werden wir in Zukunft für den unwahrscheinlich Fall eines russisch anmutenden eiskalten Winters mit Stromausfall nicht erfrieren :-)!
Vielleicht gibt das eine Ermäßigung bei der Risikolebensversicherung ;-) ?!

Die Suche nach einem optisch ansprechendem Kaminofen ging also los. Große Glasflächen sollten es sein mit einem schlichten zeitlosen Design.
Beim Ofenbauer angekommen, waren wir uns einig, dass es genau so ein Panoramaofen sein sollte. Wir wurden dort aber eines Besseren belehrt.
Die Heizleistung eines solchen großen Ofen beträgt um die 16 kW. Ganz nach dem Motto viel bringt auch viel“ ist es bei einem gut gedämmten Haus allerdings nicht!
Als der Ofenbauer unseren Grundriss genau betrachtete meinte er lachend, dass wir uns diesen Ofen figurtechnisch schon leisten könnten, er wäre sich aber sicher, dass wir nicht bei jedem Kaminfeuer in Bikini und Badeshorts bekleidet auf dem Sofa sitzen wollen würden.
An das hatten wir gar nicht gedacht! Er klärte uns auf, dass wir nur eine maximale Heizleistung von etwa 2-3kw verkraften würden. Somit fielen die richtig schönen Panoramaöfen schon raus :-(


Torsten wurde nach einer Woche intensiver Internetrecherche aber schnell fündig.
Das Modell Cartago der Firma Haase sollte es werden. Bei diesem verschwindet auch dieses unser Meinung nach hässlich anmutendes Ofenrohr galant unsichtbar hinten in den Kamin. Laut Expertenmeinung in einem Ofenfachgeschäft lässt sich dieser auch nur mit 2-3 Scheiten Holz befeuern ohne dass die Glasflächen schwarz anlaufen. Zudem war es in unserem Fall auch möglich die störende Glasplatte (Stolperfalle) unter dem Ofen wegzulassen. Wir werden “Cartago“ also einfach auf unseren Parkettboden platzieren und nur bei Besuch des Schornsteinfegers die Glasplatte vor die Öffnung legen.

Momentan haben wir bereits den Bezirksschornsteinfeger kontaktiert um mit ihm abzusprechen, welche zwei Öffnungen er zur Reinigung des Kamins benötigt. Eine untere Öffnung befindet sich im Keller, da wir auf keinem Fall beim Kamin fegen eine Rußwolke im Wohnzimmer haben möchten, die obere Öffnung versuchen wir auf den Dachboden zu verlegen.
Wir hoffen sehr, dass der liebe Schornsteinfeger mit uns einig wird :-)

Nachtrag: der Bezirksschornsteinfeger ist glücklicherweise ein sehr netter Mann, der die zweite Kaminöffnung auch bei unserer zu geringen Spitzbodenhöhe (bei uns 1,59m/ gefordert: mind. 1,6m) genehmigte. Wir haben uns sehr darüber gefreut :-)

Küchenplanung


Torsten und ich waren uns einig, dass unsere erste selbst gekaufte Küche etwas ganz Besonderes sein sollte! Unsere Ansprüche waren durch die schöne Küche in unserer jetzigen Mietwohnung auch erheblich hoch (siehe Bild). Auf jeden Fall sollte es sich um grifflose Fronten handeln und eine mit klaren Formen und Oberflächen versehene Küche sein.
Da wir momentan mit der matt schwarzen Oberfläche unserer jetzigen Küche zu kämpfen haben, stand für uns fest, dass wir hier eine pflegeleichtere Beschichtung der Möbel präferieren würden.
Lustig war auch, dass wir in jedem Küchenstudio welches wir betraten zunächst einmal die Ausstellungsküchen demonstriert bekamen. O-Ton: ...die Küche ist jetzt schon fünf Jahre alt und müsste dringend mal raus, da könnte ich Ihnen ein super Angebot machen! Wir mussten alle Verkäufer darauf hinweisen, dass wir eigentlich schon genau wissen was wir möchten und das unsere Küche nicht irgendwie sondern ganz genau in unser Haus passen sollte.
Zur gewünschten Oberflächenbeschaffenheit: pflegeleicht sollte sie sein, da sich in unserer neuen Küche von großen Glasflächen umgeben ist und ich besseres zu tun habe als permanent mit Sidolin und einem Mikrofasertuch bewaffnet durch die Küche tigern und die Fronten polieren werde.
Unser Nasenaufdrückversuch hat ergeben (und jaaaaa, wir wurden in diversen Küchenstudios sehr seltsam beäugt :-))), dass mattierte Glasflächen uns diesbezüglich zusagen. Um regionale Hersteller zu unterstützen haben wir uns für Alno entschieden, da hat man den Ansprechpartner wenigstens in Reichweite.
Als Farbe haben wir ultraweiß matt gewählt, mal sehen ob wir in Zukunft nur noch mit Sonnenbrille in unserer Küche aufhalten werden :-)

Für die Dunstabzugshaube hatten wir uns schon vor der eigentlichen Planung entschieden: es sollte die Berbel Skyline Umlufthaube werden und zwar mit allen verfügbaren Funktionen! Wenn schon, denn schon :-))) Und mit dieser Wahl wurde uns in einigen Küchenstudios sofort mitgeteilt, dass sie diese Haube nicht liefern könnten. Somit beschäftigten wir uns nur noch mit drei Küchenstudios, was aber auch einige Zeit in Anspruch nahm.

Und da Torsten an Weihnachten immer fluchend versucht mit diversen Töpfen auf vier Induktionskochplatten Herr zu werden, schauten wir uns auch ausschließlich größere Flächeninduktionskochfelder an. Hierbei war von besonderes Bedeutung, dass die LED-Regler im Kochfeld auch mit einem fettigen Finger problemlos zu regulieren sind. Und das ist bei einigen Anbietern ein wirkliches Problem!

Um das Thema Design und Funktion nicht ganz außer acht zu lassen, stießen wir in mehreren Küchenstudios auf die Öfen von Gaggenau. Den hatten wir zuvor noch nie gesehen, waren aber von der Optik begeistert. Das schlägt sich kombiniert mit einem Pizzastein, Teleskopauszügen und einer Wärmeschublade natürlich im Preis nieder :-(




Der große Kühlschrank und die Spülmaschine mit allen Extras mit A +++ Verbrauch stammen von Miele. Nachdem das elektronische Equipment erst einmal feststand ging es darum unsere Traumküche von den verschiedenen Küchenstudios planen zu lassen.
Bis auf einen Anbieter enttäuschten uns alle Küchenstudios, denn die geplanten Küchen waren einfach nur trostlos langweilig! Außerdem ergab sich das Problem mit der Überlänge der Granitplatte, ein Anbieter erklärte uns doch tatsächlich, dass bei dieser Dimension man die Platte teilen müsste! Ein wirklicher Grund unsere Küche woanders zu kaufen!

Der Müll sollte auf leichten Druck elektronisch herausfahren, bei einigen Herstellern hat man regelrecht Verletzungen an der Kniescheibe erlitten. Die Wahl fiel also auf einen besonders sanften Servodrive :-)

Bei der Spüle haben wir ein Modell gesucht, welches sich möglichst zeitlos präsentiert. Hier gefiel uns die Villeroy und Boch timeline 60 flat in weiß alpin mit Keramikplusbeschichtung.


Den Zuschlag bekam am Ende das Küchenstudio Block in Meckenbeuren. Unser Küchenplaner Herr Walk hat auch gleich zu Beginn unsere Küche so designt, wie wir sie am Ende gekauft haben. Das kann wirklich nicht jeder! Auch auf Feinheiten wie eine LED-Untergrundbeleuchtung, Trockenbau und versenkbare Steckdosen in der Granitplatte wird geachtet, Änderungen wurden schnell erledigt. Von der bisherigen Abwicklung waren wir sehr zufrieden!

Unsere Grundrisse

So wird unser Haus einmal aussehen :-)
 Zur vereinfachten Darstellung hat mit Torsten unseren bisherigen Möbel maßstabsgerecht in den Grundriss eingebaut...unser Sofa passt demzugolge super in unser neues Wohnzimmer :-)
Ich bedaure jetzt schon das Umzugsunternehmen, welches den Kleiderschrank Pax von Ikea im Ankleidezimmer versucht aufzubauen....damit die Jungs es etwas einfacher haben, haben wir diesen Raum in unserem neuesten Grundriss um 10 cm vergrößert. Da sich weitere Änderungen ergeben haben, wird uns im Laufe der nächsten Woche ein neuer aktualisierter Grundriss zugeschickt.